DER GESCHMACKSNERV

 

Geschmacksknospen, auch Schmeckknospen, sind zwiebelförmige Strukturen in der Mundschleimhaut von Wirbeltieren.

Sie beherbergen die Geschmackssinneszellen, enthalten aber noch weitere Zelltypen. An der Spitze der Geschmacksknospe befindet sich der Geschmacksporus. An dieser Stelle bildet das die Geschmacksknospe umgebende Epithel eine Öffnung, durch die Speichel und darin gelöste Essensbestandteile direkt an die Geschmackssinneszellen gelangen können.

 

Die Geschmackssinneszellen weisen an ihrer Spitze Membranausstülpungen – sogenannte Mikrovilli – auf, die in den Geschmacksporus ragen und einen Großteil der Geschmacksrezeptoren tragen. Am Fuß der Geschmacksknospe finden sich die Dendriten der Nervenzellen, die die Geschmacksinformationen ins Zentralnervensystem weiterleiten. In einer Geschmacksknospe finden sich Rezeptoren für mehrere Geschmacksqualitäten.


Bei Säugetieren befinden sich etwa 75 % der Geschmacksknospen auf der Zunge, auf dem hinteren Drittel befinden sich etwa doppelt so viele, wie auf den vorderen zwei Dritteln. Der Rest der Geschmacksknospen verteilen sich auf Gaumensegel, Nasenrachen, Kehlkopf und die obere Speiseröhre.

 

Die Geschmacksknospen der Zunge sind auf

bestimmten Oberflächenstrukturen, den Geschmackspapillen (lat. Papillae gustatoriae) verteilt.

 

Um eine schnelle Geschmackswahrnehmung zu gewährleisten, werden die Knospen von eigenen Spüldrüsen wieder gereinigt, welche nach ihrem Entdecker als Ebner-Spüldrüsen bekannt sind.